SERIE • 23. Nov. 2023 von Yannik ChaborskiAnimatoren beklagen Arbeitsbedingungen bei JUJUTSU KAISEN
<p>Jujutsu Kaisen Folge wegen Termindruck wohl nur zu 30 Prozent fertig gestellt</p>
© MAPPA, Gege Akutami

Das Studio MAPPA sollte Animefans seit Jahren bekannt sein. Mit Yuri on Ice, Attack on Titan ab Staffel 4, God of Highschool oder auch Jujutsu Kaisen liefert das Studio regelmäßig große und erfolgreiche Anime ab. In den letzten Jahren wurden jedoch auch immer wieder Stimmen laut, die die Arbeitsbedingungen für MAPPA kritisieren. Ein Freelancer, der an der Final Season von Attack on Titan mitarbeitete, nannte die Arbeitsbedingungen im Jahr 2021 "unmenschlich" und mit der letzten Folge von Jujutsu Kaisen kamen ähnliche Anschuldigungen von aktuellen Animatoren.

Laut Animation Director war die Folge nicht fertig

Der für die 17. Folge verantwortliche Animation Director Enrico Nobili meldete sich auch über einen, mittlerweile wieder gelöschten, Post auf X (ehemals Twitter) zu Wort:

"Episode 17 von Jujutsu Kaisen Staffel 2 ist noch nicht fertig. Ich freue mich, dass sie so vielen Leuten gefällt, aber ich hätte mir gewünscht, dass wir sie hätten fertigstellen können. Was ausgestrahlt wurde, entspricht nur 30 % der geplanten Fassung. Ich bin so frustriert darüber. Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt … Die Episode hat zu viele Fehler, als dass ich Freude an ihr haben könnte".

Gerade in der zweiten Hälfte konnten Fans sehen, dass viele Animationen und Artworks nicht vollständig waren und nur die Vorzeichnungen und Charakterschemen genutzt werden konnten.

"Beim Verlassen den Kartenschlüssel in einen Firmenmülleimer werfen"

Nach der Ausstrahlung der 17. Folge der zweiten Staffel meldeten sich namenhafte Animatoren zu Wort und riskierten dabei relativ viel. MAPPA soll, laut Aussagen von Animatoren und Insidern die nicht genannt werden wollten, eine Verschwiegenheitsklausel über die Arbeitsbedingungen in den letzten Verträgen aufgenommen haben. Die wohl bekanntesten Animatoren die sich gemeldet haben sind für die meisten wohl Itsuki Tsuchigami, Kazuto Arai und Hakuyu Go, die alle schon Animation Director die Aufsicht über komplette Folgen übernahmen. Tsuchigami bemängelte auch das Fans häufig das Studio, aber selten die Animatoren, für die Animationen loben und die Studios sich dafür feiern lassen. Arai meinte auf X (ehemals Twitter) es sei das Beste einfach die Arbeit einzustellen oder wie Go es ausdrückte: "Werfen Sie einfach den Kartenschlüssel in den Firmenmülleimer, wenn Sie die Arbeit verlassen". Ob wirklich Animatoren Ihren Job gekündigt haben, oder von Seiten MAPPA tatsächlich Vertragsstrafen fällig werden, ist bisher nicht bekannt.

Anmerkung des Autors: Über die Arbeitsbedingungen von Animatoren werden bei mehreren Studios Stimmen laut. Hier beziehe ich mich jedoch wegen der Aktualität und der Serie Jujutsu Kaisen absichtlich nur auf das Studio MAPPA

geschrieben von
Yannik Chaborski

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