Fall

2022

  • 3.5 / 5
  • Thriller
  • 107 min
Für die besten Freunde Becky und Hunter geht es im Leben vor allem darum, Ängste zu überwinden und an Grenzen zu gehen. Aber nachdem sie 2.000 Fuß auf die Spitze eines abgelegenen, verlassenen Funkturms geklettert sind, finden sie sich ohne Weg nach unten gestrandet. Jetzt werden Beckys und Hunters Kletterkünste auf eine harte Probe gestellt, während sie verzweifelt darum kämpfen, die Elemente, den Mangel an Vorräten und die schwindelerregende Höhe zu überleben.

Besetzungen

Becky

Grace Caroline Currey

Hunter

Virginia Gardner

James

Jeffrey Dean Morgan

Dan Connor

Mason Gooding

Dog Walker Dan

Jasper Cole

Randy

Darrell Dennis

Waitress

Julia Pace Mitchell

Bewertungen

Samuel
@the_ruck
Ich habe mich wirklich auf diesen Film gefreut. Ja, ernsthaft. Denn ich mag derartige klaustrophobische Kammerspiele die mit Ängsten wie Höhenangst spielen. Und zudem habe ich den Trailer auch wirklich spannend gefunden, weshalb ich gespannt war, was das Endresultat bringen würde. Tja und auch wenn der Film eindeutige Schwächen hat, so wurde ich definitiv nicht enttäuscht. Denn Fall hat eigentlich eine recht simple Idee von zwei Frauen die auf einen Radioturm klettern und dort oben festsitzen. Tja und ich mag derartige Kammerspiele in denen ein paar Personen in einem Raum oder in einer bestimmten Umgebung ums Überleben kämpfen müssen. Filme wie Cube, Saw, The Ruins, Circle, The Platform oder etwa 10 Cloverfield Lane und Fall bringt dazu auch noch einen neuen Aspekt mit, nämlich die Höhe. Die für jeden mit Höhenangst sicherlich angsteinflößend sein kann. Und so entsteht ein wirklich tolles Konzept, welches eigentlich auch recht gut umgesetzt wurde. Auch wenn es anfangs etwas dauert bis der Film in Gang kommt, so entsteht mit der Zeit wirklich viel Spannung. Vor allem in den Actionszenen in denen es um Leben und Tod geht kommt wirklich Spannung auf. Wenn die Charaktere nur mehr an einem Seil hängen und unter ihnen ist der Abgrund, dann ist das wirklich verdammt einnehmend und mitreißend, sodass man kaum die Augen vom Bildschirm nehmen kann. Für alle mit etwas Höhenangst ist der Film deshalb definitiv noch etwas intensiver anzusehen und das gilt auch etwas für mich. Doch zudem ist es auch einfach interessant oder mitreißend wie die beiden Protagonisten versuchen zu überleben oder Hilfe zu finden. Wie sie versuchen Kontakt aufzunehmen, damit jemand anders die beiden findet oder wie sie wortwörtlich ums Überleben kämpfen müssen, denn dort oben gibt es natürlich nicht gerade viel zu essen und zu trinken. Deshalb bietet der Film eigentlich durchgehende Unterhaltung. Es gibt zwischendurch ein paar Stellen in denen der Film versucht eine etwas tiefgründigere Geschichte zu erzählen und diese Momente sind eigentlich ziemlich unnötig. Aber ansonsten bietet der Film eigentlich ein mitreißendes und spannendes Spektakel mit vielen angsteinflößenden Momenten in denen die Hände schwitzig werden und man bei dem Geschehen mitfiebert. Bis zum Ende gibt es deshalb eigentlich durchgehende Unterhaltung bei der man besser nicht nach unten schauen sollte. Aber der Film ist natürlich noch lange nicht perfekt, denn es gibt ohne Zweifel einige Probleme. Probleme die aber eigentlich die meisten Genrevertreter haben. Da wären ganz offensichtlich einige Logiklöcher beziehungsweise Aspekte des Filmes die einfach etwas unlogisch erscheinen. Beispielsweise wenn die Charaktere auf dieser kleinen Platform auf der sie in unfassbarer Höhe festsitzen wortwörtlich herumtanzen. Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich würde mich ständig irgendwo festhalten, selbst wenn ich abgesichert bin. Generell gibt es mehrere Momente wo man einfach ein Auge zudrücken muss. Tja und in derartigen Momenten merkt man deutlich, dass die beiden eben nicht auf diesem Turm sind. Aber eines steht fest, denn das CGI in diesem Film ist wirklich gut. Also ich habe nie bemerkt, dass CGI eingesetzt wurde. Also daran scheitert der Film keinesfalls und wie bereits erwähnt sorgt das auch für einige spannende und angsteinflößende Momente. Aber ein weiterer Aspekt der ebenfalls auf derartige Filme zutrifft ist die Voraussehbarkeit. Denn wirklich überraschen ist der Film nicht wirklich. Es gibt einen Moment, den ich zugegebenermaßen nicht vorausgesehen habe und jeder der den Film gesehen hat wird hoffentlich wissen was ich meine. Aber ich wusste beispielsweise schon zu Beginn als die Charaktere vorgestellt wurde, wer überleben wird, ob überhaupt jemand überleben wird, oder keiner. Tja und ich lag vollkommen richtig. Also der Film ist ohne Zweifel sehr voraussehbar. Zudem ist es auch irgendwie seltsam, dass über 30 F-Bomben mit Deepfake dub Technologie entfernt worden sind. Deshalb sagen die Charaktere beispielsweise freaking statt fucking, was eigentlich komplett unnötig ist. Das Studio wollte den Film klarerweise für ein jüngeres Publikum herrichten, aber in dem Film gibt es weitaus brutalere Szenen als das F-Wort. Dazu sage ich nur die Szenen mit dem Geier, welche sicher weniger für Kinder geeignet ist als das F-Wort. Aber egal, denn es stört im Film eigentlich nicht, denn ich habe es zumindest nicht bemerkt. Also insgesamt hat der Film ohne Zweifel ein paar Schwachstellen, aber in diesem Genre ist das eigentlich recht normal. Entscheidend ist dabei eher ob der Film selbst funktioniert, Spannung herrscht und ob der Film einfach Spaß macht und das trifft auf jeden Fall zu. Denn Fall bietet neben ein paar Schwächen einen intensiven, klausrophobischen und spannenden Survival-Thriller der wohl in jedem etwas Höhenangst erweckt.
scr

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