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[Spoiler] Review zu „Lucifer“ Staffel 6

© Netflix

Nach sechs Staffeln ist nun endgültig Schluss für den „crime solving devil“. Heute präsentiere ich Euch meine persönliche Kritik zu „Lucifer“ Staffel 6. Wer die neuen Folgen noch nicht geschaut hat, sollte nicht weiterlesen. Achtung, Spoiler!

Inhalt
Die letzte Staffel spielt nur wenige Wochen nach dem Finale der fünften Staffel. Nach dem gewonnenen Krieg gegen Michael muss Lucifer den göttlichen Thron in der silbernen Stadt besteigen, zögert seine Krönung aufgrund von Selbstzweifel aber hinaus. Und dann taucht auch noch ein weiblicher Engel Namens Rory auf. Sie behauptet, seine und Chloes Tochter aus der Zukunft zu sein, noch dazu wurde sie von ihrem Vater noch vor ihrer Geburt verlassen. Lucifer und Chloe versuchen nun verzweifelt, sein Verschwinden zu verhindern, das laut Rory unvermeidbar ist.

Negativ
Wenn ich die Staffel Revue passieren lasse, fallen mir nur zwei Dinge ein, von denen ich nicht sehr begeistert war. Zum einen wäre da Ellas (Aimee Garcia) Erleuchtung. Dass sie von selbst draufkommt, weil ihr die seltsamen weltweiten Phänomene auffallen, finde ich wiederum gut gelöst. Besser als bei Daniel (Kevin Alejandro), der durch einen hinterlistigen Trick Lucifers (Tom Ellis) Teufelsgesicht zu sehen bekommt und einen Nervenzusammenbruch erleidet (der sehr gut gespielt war). Ella ermittelt, trägt Indizien zusammen, fragt die betreffenden Leute mehr oder weniger unauffällig aus und ist am Ende nicht über die Tatsache, dass Lucifer wirklich der Teufel, Amenadiel (D.B. Woodside) ein Engel und Maze (Lesley-Ann Brandt) eine Dämonin ist, entsetzt, sondern über die Verschwiegenheit ihrer Freunde, die allesamt eingeweiht waren. Ich muss zugeben, ich hatte eher mit einem Zusammenbruch ähnlich dem von Dan gerechnet, weil Ella sehr gläubig ist. An einen Vertrauensmissbrauch hatte ich gar nicht gedacht, umso positiver überrascht war ich von ihrer Reaktion.

Die zweite Sache, die mir an dem Finale nicht gefällt, ist das Ende. Chloe (Lauren German) wurde bekanntlich von Gott (Dennis Haysbert) für Lucifer erschaffen. Den genauen Grund erfahren wir nicht, meine Theorie dazu: Durch ihre Hilfe sollte der Teufel zu einem besseren Mann werden, damit er am Ende als Erlöser in die Hölle zurückkehrt. Sie waren nie dazu bestimmt, ein langes und glückliches irdisches Leben zu führen. Zumindest fühlt es sich so für mich an. Und das ist grausam, ungeachtet davon, dass sich die Beiden am Ende wiedersehen.

Positiv
Die positiven Aspekte überwiegen für mich in dieser Staffel. So wurde der bereits auf Dans Beerdigung vorgestellte Polizist Carol Corbett (Scott Porter) ein Teil des Teams und nicht einfach wieder fallengelassen. Und nicht nur das: er wurde das Liebeshappyend von Ella, die es nach dem Desaster mit Pete auch verdient hat.

Amenadiel schafft seinen Abschluss an der Polizeiakademie und trifft dadurch auf einen alten Bekannten und alte Probleme. Erneut sind Korruption und Rassismus ein großes Thema in der Serie und bringen nicht nur die Figuren, sondern auch die Zuschauer zum Nachdenken.

Daniel, der bekanntermaßen in der Hölle ist, findet nach einer fast aussichtslosen Suche endlich Erlösung, Maze und Eva (Inbar Lavi) heiraten und Chloe und Lucifer werden Eltern. Die wütende Aurora „Rory“ Decker-Morningstar (Brianna Hildebrand) reist durch die Zeit, um ihren Vater zu töten, doch die Liebe zu ihrer Mutter bringt sie dazu, ihm eine Chance zu geben. Paradoxerweise ist ihre Zeitreise der Grund, warum der Teufel überhaupt in die Hölle zurückkehrt. Denn sie ist es, die ihm das Versprechen abnimmt, seiner Bestimmung zu folgen und die Liebe seines Lebens und seine Tochter zu verlassen.

Meine Sorge, dass die finale Staffel nach der kurzfristigen Planänderung innerhalb der fünften Staffel dieses typische „Wir haben den Abschied verpasst“-Gefühl bekommt, hat sich Gott sei Dank nicht bestätigt. Durch Auftritte von bekannten Figuren und Lindas (Rachael Harris) Buch „Sympathy for the devil“ über ihre Zeit mit dem Teufel, werden Erinnerungen geweckt und Highlights aus den vergangenen sechs Jahren wiederholt. Die sechste Staffel ist eine melancholische, aber auch lustige Hommage an die erfolgreiche Serie, die für alle Figuren einen runden Abschluss findet.

Wie hat Euch die sechste Staffel von „Lucifer“ gefallen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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