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Die Mögliche Handlung der „Herr der Ringe“-Serie?

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Ende diesen Jahres wird uns Amazon einen neuen Einblick in J.R.R. Tolkiens Fantasy-Welt werfen lassen. Nach „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ kommt Ende 2021 die erste Staffel der Amazon Prime Serie, welche im zweiten Zeitalter von Mittelerde spielt. Aber was passierte im zweiten Zeitalter? Was wäre eine mögliche Handlung der Serie? Diese Fragen beantworte ich euch heute in diesem Artikel. Achtung: Spoiler!

Während Der Herr der Ringe am Ende des dritten Zeitalters spielt und die Der Hobbit-Trilogie 60 Jahre zuvor, hat sich Amazon die rechte am zweiten Zeitalter gesichert. Amazon kann damit auf 3441 Jahre Mittelerde-Geschichte zurückgreifen. Somit wäre es durchaus möglich, dass zwischen den Staffeln vielleicht auch mal ein etwas größerer Zeitsprung stattfindet. Ebenso könnte die kommende Serie, für die fünf Staffeln geplant sind, auch nur eine von vielen sein. Amazon hatte bereits einen Kartenausschnitt geteilt, auf dem die Insel Númenor zu sehen ist. Diese ist im zweiten Zeitalter eines der wichtigsten Königreiche Mittelerdes, und wird vermutlich auch der Haupthandlungsort.

Die Insel Númenor

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Das erste Zeitalter endete mit dem Sieg über Morgoth. Morgoth war der erste dunkle Herrscher und Meister von Sauron. Nach dessen Niederlage begannen die Elben neue Königreiche zu Gründen, darunter Lindon und Eregion, aber auch Lórien und das Waldlandreich unter König Thranduil.

Die Menschen bekamen als Dank für ihre Hilfe im Kampf gegen Morgoth eine Insel Geschenkt. Die Valar (die Götter, die über Mittelerde wachen) erstellten Númenor als neues Königreich. Unter dem Halbelben Elros reisten die meisten Menschen (auch Edain genannt) in ihr neues Königreich. Dort wuchs ihre Macht und sie befanden sich auf einem Höhepunkt. Elros war der erste von 25 Königen und Königinnen. Unter all diesen Herrschern gab es mal mehr, mal weniger ausgearbeitete Figuren. Amazon kann sich hier daher an einer sehr bunte Auswahl von Charakteren bedienen.

Auch an Schlachten und an Abenteuern wird es nicht fehlen. So haben die Númenorer den Menschen, Elben und Zwergen auf dem Festland stets zur Seite gestanden, wenn Sauron versuchte Mittelerde zu erobern. Ebenso gab es auch einen Seefahrer-König, dessen Abenteuer auf hoher See verfilmt werden könnten. Sehr wahrscheinlich ist es aber, dass die Geschichte der Serie mit dem Untergang Númenors endet. Mit der Zeit werden die Númenorer ein sehr stolzes Volk. Sie fangen an nach der Unsterblichkeit zu streben und arbeiten daher mit Sauron zusammen, der ihnen zu dieser verhelfen soll. Dies endet jedoch nicht gut. Saurons Einfluss auf den König wächst enorm und er bringt ihn dazu, Valinor anzugreifen. Valinor sind die Unsterblichen Lande, zu denen Frodo und Gandalf am Ende des dritten Herr der Ringe Films reisen. Dort Leben verschiedene Elbenvölker und auch die Valar. Nachdem der Angriff missglückte, wurde Númenor von Illúvatar, dem einen großen Gott und Schöpfer der Welt, im Meer versenkt. Danach wurde Valinor von der Erde „entrückt“. Valinor ist daher von der restlichen Welt getrennt und nur noch schwer erreichbar. Arda, die Erde wurde daraufhin zu einer Kugel geformt. Ein Teil der Númenorer, die den Valar treu geblieben sind, reisten nach Mittelerde, um sich dort neu anzusiedeln. Unter der Führung Elendils, Vater von Isildur und Vorfahre Aragorns, wurden die Königreiche Arnor und Gondor gegründet.

Alleine mit der Geschichte um Númenor könnte Amazon mehrere Serien drehen. Um welche Ereignisse es am Ende wirklich gehen wird, werden wir vermutlich in den kommenden Monaten Erfahren.

Die freien Völker Mittelerdes und der Aufstieg Saurons
Das Ende des zweiten Zeitalters sahen wir bereits im Prolog von Der Herr der Ringe – Die Gefährten. Man erfährt jedoch nie genau, wie Sauron die Ringe schmiedete und an seine Macht gelang. Dieser Prozess währte beinahe das gesamte zweite Zeitalter. Um ca. 1000 im zweiten Zeitalter gründet Sauron sein Reich Mordor und lässt seinen Turm, den Barad-dûr, errichten. Der Bau dieses Turmes benötigt 600 Jahre. In dieser Zeit beeinflusst Sauron unter falschem Namen die Elben und bringt sie dazu, die Ringe der Macht zu schmieden. Parallel dazu fertigt er den Einen Ring an und versucht die Völker Mittelerdes zu unterwerfen. Der Eine Ring wird ungefähr 100 Jahre nach dem erschaffen der Ringe der Mach gefertigt. In Tolkiens Welt geschahen bedeutende Ereignisse sehr oft über hunderte von Jahren hinweg. Daher werden wir uns vermutlich auf große Zeitsprünge einstellen müssen.

Als Sauron in den besitz der ersten Ringe der Macht gelangt, beginnt er die Elben anzugreifen. Dank der Númenorer wird er jedoch besiegt. Das Elbenreich Eregion wurde in diesen Schlachten vernichtet und Elrond gründet Imladris, besser bekannt unter dem Namen Bruchtal.

Auch bei den Zwergen gibt es ein Königreich, dass für deren Geschichte eine große Bedeutung hat. Khazad-dûm, auch als Moria bekannt, war im zweiten Zeitalter die wichtigste Stadt der Zwerge. Amazon könnte uns in seiner Serie oder in zukünftigen Serien die verschiedenen Entstehungsgeschichten der Orte erzählen, die in Der Herr der Ringe oder auch in Der Hobbit zu sehen sind. Somit würde sich auch eine Brücke zwischen der Serie und den Film-Trilogien schlagen lassen. Zusätzlich könnten kleine Hinweise auf spätere Ereignisse gegeben werden. Der Balrog, den Gandalf in Die Gefährten bekämpft, floh im zweiten Zeitalter nach Moria, um sich dort zu verstecken.

Das zweite Zeitalter endet mit dem „letzten Bündnis“. Hierbei handelt es sich um die Belagerung Mordors und der Schlacht am Schicksalsberg, welche der Prolog von Der Herr der Ringe bereits ein wenig behandelte. Amazon könnte somit ihre Serie (oder Serien) dort enden lassen, wo die Erzählungen der Herr der Ringe-Trilogie anfängt. Damit hätte man nicht nur einen Nahtlosen Übergang zwischen Serie und Filmen, sondern auch ein in sich schön zusammenpassendes Film- und Serien-Universum. Am Ende der Serie(n) könnten wir dann die Anfänge Gondors, einen jungen Elendil und einen jungen Isildur gezeigt bekommen, ebenso wie das entstehen des letzten Bündnisses. Und auch die Totensümpfe aus Die zwei Türme würden wieder vorkommen, da dort eine der großen Schlachten stattfand, von der Gollum den Hobbits erzählt. Ebenso könnten zum ersten Mal die Valar behandelt und vielleicht sogar gezeigt werden. Da die Valar nach dem Untergang Númenors nicht mehr auf der Erde verweilen und auch nicht mehr über sie herrschen, spielten sie in den Filmen keine Rollen. In der Serie sind die Götter aber noch aktiv und könnten damit auch potenziell Teil der Handlung werden. Vermutlich würden sie dann aber eher nur am Rande erscheinen, oder in einem Prolog zur Entstehung Númenors.

© Warner Bros.

Die Serie wird uns auch bereits bekannte Figuren zurückbringen könne, darunter Sauron, Elrond, Galadriel, Thranduil oder auch die Nazgûl. Ebenso könnte der Elbenkönig Gil-galad neu eingeführt werden. Dieser war Teil des letzten Bündnisses und starb eigentlich an der Seite Elendils. Im Prolog von Die Gefährten wurden jedoch nur Elendil und dessen Sohn Isidlur beleuchtet.

Amazon hat sich einer Mammut-Aufgabe angenommen. Die Erwartungen und der Druck sind hoch und ich bin bereits gespannt, zu welchen Zeiten die Handlung spielen wird. Ich würde mir mehrere parallele Handlungsstränge wünschen, die am Ende zu einem großen Strang zusammen führen. So könnte man neben der Insel Númenor auch Saurons Geschichte und die der Elben weiter ausführen. Ebenso könnte man sich auch den Valar widmen.

Was erwartet ihr von der Serie und freut ihr euch darauf? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

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Kommentare

Tim
@masterflash

Sehr interessanter Artikel danke für die Informationen kling insgesamt sehr spannend und ich lasse mich gerne überraschen was Amazon uns da wohl bringt (Ich bin übrigens ein sehr großer Herr der Ringe Fan meiner Meinung nach die beste Film Triologie)

Nadine
@eaurron

danke für den Beitrag ich wünsche mir auch einen nahtlosen übergang vor allem freue ich mich mehr zu erfahren und ev macht die Serie das wet was die Filme nicht konnten da das auch schon wieder ein paar Jahre her ist leider habe ich bei the Hobbit 2aufgehört das war mir nicht interessant genug

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