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Supernatural Staffel 15 Folge 3+4 Review [Spoiler]

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Supernatural geht in die letzte Runde. Die finale 15. Staffel ist nun endlich in Deutschland angekommen und Sky präsentiert uns jede Woche zwei weitere Folgen. Eine Zusammenfassung und meine persönliche Meinung zu den jeweiligen Folgen präsentiere ich Euch hier jede Woche. Achtung Spoiler!

Folge 3 „Die Ruptur“
Die Jäger beobachten, wie die Barriere, die die Geister in Schach hält, schwächer wird. Nachdem ein Versuch von Rowena die Barriere zu stärken, fehlschlägt, schlägt Belphegor seine Idee vor. Lilith besaß ein Horn, mit dem sie Dämonen kontrollieren und zurück in die Hölle zwingen konnte. Dieses Horn befindet sich in Liliths Kammer in der Hölle. Diese Kammer hat Chuck ebenfalls geöffnet. So ergibt sich der Plan folgender Plan: Belphegor bietet an, das Horn zu holen, fordert aber, dass Cass zum Schutz mit ihm kommt. Dean stimmt dem zu und hinterlässt damit bei Cass das Gefühl, dass er gehen muss. Rowena sagt, dass sie in der Lage sei, den Riss in der Hölle anschießend wahrscheinlich schließen zu können. Da sie dafür Hilfe braucht und Sam am meisten Erfahrung mit Magie hat, bleibt er mit Rowena in der Gruft, während Dean in die Nähe des Spaltes geht, um einen Hexenbeutel, der als Überträger des Zaubers dient, in den Riss zu werfen. Ketch, der nach der Verletzung im Krankenhaus liegt, wird von einer Dämonin namens Ardet, die Belphegor jagt, aufgesucht. Diese Dämonin tötet ihn, als er sich weigert, ihr den Aufenthaltsort der Winchesters preiszugeben. Sie schreibt anschließend Dean in Ketchs Namen eine Nachricht, der ihr daraufhin unwissentlich den Plan enthüllt.

Castiel und Belphegor betreten die Hölle und in einem Gespräch bemerkt Belphegor abfällig, dass die Winchesters sich nicht um Castiel zu kümmern scheinen. Dabei trifft er einen wunden Punkt bei Castiel, der dem nichts entgegnen kann. Sie finden die Kiste, in der das Horn aufbewahrt ist. Es ist aber mit einem henochischen Schutz gesichert. Daraufhin erkennt Castiel, dass Bel deshalb seine Begleitung forderte, da er der Einzige ist, der Henochisch, die Sprache der Engel, lesen kann. Um die Kiste zu öffnen, muss nun die henochische Inschrift, die ein Loblied für Lucifer ist, gesungen werden, was wir bedauerlicherweise nicht zu hören bekommen.

Als die Box geöffnet ist, taucht Ardet auf und greift Belphegor an. Sie offenbart Bels Plan, mithilfe des Horns, dass ihm gottähnliche Macht verleiht, neuer Herrscher der Hölle zu werden. Noch bevor Castiel reagieren kann, tötet Bel Ardet und beginnt in das Horn zu blasen. Daraufhin beginnen die Seelen, in die Hölle zurückzukehren. Bel stößt daraufhin Castiel von sich weg. Dieser versucht aber zu Bel zu gelangen, um ihn aufzuhalten.

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In der Zwischenzeit beginnen Rowena und Sam mit dem Zauber, während Dean seine Position mit dem Hexenbeutel Rowenas in der Nähe des Risses eingenommen hat. Als der Zauber beginnt, wirft er den Beutel in den Riss, woraufhin dieser beginnt, sich zu schließen.

Castiel gelingt es inzwischen Belphegor aufzuhalten. Bel gibt sich daraufhin als Jack aus, um Cass davon abzuhalten, ihn zu töten. Als Cass das durchschaut, tötet er Belphegor, wobei auch das Horn zerstört wird.

Rowena bemerkt inzwischen, dass der Plan fehlgeschlagen ist und eröffnet Sam, dass sie noch eine letzte Möglichkeit kennt. Dieser Zauberspruch erfordert allerdings ihren Tod. Sie kann durch einen Zauber, die Seelen in ihrem Körper fangen und nach ihrem Tod in der Hölle wieder freisetzen. Da sie aber zu sehr an ihrem Leben hängt, bittet sie Sam, ihr die tödliche Wunde zuzufügen. Als er protestiert, fragt sie ihn, ob er stattdessen die Welt, sowie Dean sterben lassen würde. Sie kennt die Antwort und da er das nicht kann, drückt er Rowena an sich und sticht ihr in den Bauch. Dadurch erfüllt sich auch die Prophezeiung (aus Staffel 13 Folge 19), dass Sam Rowena töten wird.

Die Seelen sammeln sich in ihrem Körper. Mit einem letzten Abschiedsgruß an Dean, Sam und den zurückgekehrten Castiel springt sie in den Spalt, der sich anschließend hinter ihr schließt.

Als sie wieder im Bunker sind, sieht Dean nach dem trauernden Sam und berichtet von dem Tod Ketchs. In der Bibliothek kommt es zu einer Konfrontation zwischen Dean und Castiel. Dean verurteilt Castiels Verhalten Belphegor zu töten und sich nicht an den Plan gehalten zu haben. Er macht ihn für den Tod Rowenas verantwortlich. Castiel erkennt, dass Dean ihm auch immer noch die Schuld an Marys Tod gibt und konfrontiert Dean mit dessen Wut und seinem Mangel an Sorge gegenüber Cass. Da Cass sich nicht mehr willkommen fühlt, beschließt er weiterzuziehen. Dean hält ihn nicht dabei auf und so verlässt Castiel den Bunker.

Fazit zu Folge 3
Inhaltlich bildet die dritte Folge einen Abschluss der des dreiteiligen Beginns der Staffel. Die Apokalypse wurde erneut (vorübergehend und vielleicht zu einfach?) abgewendet, nur leider sind einige Verluste zu betrauern. Besonders bedauerlich finde ich persönlich den Tod von Rowena, die eine meiner Lieblingsnebencharakter*innen war. Ich habe die Beziehung zwischen Rowena und Sam sehr gemocht und hätte mich gefreut, wenn sie uns in der letzten Staffel begleitet hätte. Das Zerwürfnis von Castiel und Dean war zwar abzusehen, aber dennoch schmerzhaft. Ich hoffe, dass wir nicht lange auf unseren Lieblingsengel verzichten müssen und dass Castiel und Dean, die so eine außergewöhnliche, tiefe Beziehung haben, diese wieder reparieren können.

Ich finde, dass die Storyline, die die finale Folge aus Staffel 14 begonnen hat, gut und (für Supernatural-Verhältnisse) schlüssig zu Ende geführt wurde. Wie immer wünsche ich den Winchesters ein paar freiere Tage, in denen sie das Geschehene verarbeiten können. Doch wie wir Supernatural kennen, wird das wohl nicht der Fall sein.

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Folge 4 „Beaverdale, Iowa“
Die Folge beginnt mit einem Traum von Sam, in dem Dean zu Beginn einige Dämonen im Bunker bekämpft. Er trifft einen Überlebenden, der sich als Benny herausstellt, der anschließend allerdings aufgrund einer tödlichen Verletzung stirbt. Dean findet nun Sam, dessen Augen sich schwarz verfärben, bevor er Dean tötet.

Als Sam nach diesem Traum verstört in die Küche geht, verschlingt Dean gerade Bacon. Um Sam von seinem Kummer abzulenken, zeigt Dean ihm einen neuen Fall, dem er mit Sam nachgehen möchte. In einer High School in Beaverdale, Iowa ist eine Cheerleaderin zerfleischt aufgefunden worden. Im Gespräch mit der Vizedirektorin, wird Sam von einem Elternpaar unterbrochen, das belanglose Probleme mit der Direktorin bereden will und das als das „Ende der Welt“ betiteln, woraufhin Sam Mühe hat, sein Temperament zu kontrollieren.

Dean hat inzwischen herausgefunden, dass es sich bei dem Angreifer um einen Vampir handelt und das Opfer ihren Mörder vermutlich kannte.

Später in der Nacht kommt es zu einer weiteren Entführung einer Cheerleaderin.

Inzwischen sehen wir Becky, die mittlerweile verheiratet ist und zwei Kinder hat. Diese gehen das Wochenende auf einen Ausflug und so ist Becky allein zuhause. Chuck taucht bei ihr auf und bittet sie um Hilfe und etwas widerwillig lädt sie ihn ins Haus ein. Im Gespräch reflektiert Becky ihre Besessenheit von Supernatural, insbesondere von Sam. Sie hat, nach einer Therapie, angefangen zu Schreiben und Supernatural-Merchandise zu verkaufen. Chuck erklärt schließlich, dass er sich mit den Winchesters zerstritten hat und er erhofft sich von Becky, seinem früheren größten Fan, dass sie sein Ego aufbaut. Darüber ist sie verärgert und erklärt ihm, dass sie gerade mit ihrem Leben sehr zufrieden ist, woraufhin Chuck gesteht, dass er sich momentan hasst und verloren fühlt. Becky hat Mitleid mit ihm und motiviert ihn, erneut mit dem Schreiben anzufangen.

Zurück an der High School untersuchen Sam und Dean das Verschwinden des zweiten Mädchens und sie entdecken eine Sicherheitskamera, dessen Filmmaterial sie anschließend untersuchen. Dieses Material führt sie zu der Familie, die sich zu Beginn der Folge bei der Rektorin beschwert hatten. Es stellt sich heraus, dass der Sohn der Familie, Billy, ein Vampir ist und unbeabsichtigt seine Freundin, die erste verstorbene Cheerleaderin, getötet hat. Seine Eltern haben ihn daraufhin gedeckt und das zweite Mädchen entführt. Billy überredet seine Eltern, das zweite Mädchen ins Krankenhaus zu bringen und zu behaupten, dass er sie entführt hatte und nun verschwunden sei. Er wiederum ist bereit mit den Winchesters zu gehen und weiß, was ihn dabei erwartet. Wir sehen anschließend, wie Dean Billy im Wald enthauptet. Während dieser Szene hören wir das Lied „Sound of Someday“, welches von Jensen Ackles, der Schauspieler von Dean, gesungen wird.

Nach einer nicht zufriedenstellenden Geschichte schreibt Chuck eine weitere und gibt sie Becky zu lesen. Diese ist schockiert von dem, was Chuck den Charakteren und Fans antun möchte. Sie sagt ihm, dass er nicht so ein hoffnungsloses, düsteres Ende kreieren kann. Chuck hingegen scheint sehr zufrieden mit dieser Version zu sein. Als Beckys Ehemann nach Hause kommt, schnipst Chuck sowohl ihn, als auch ihre Kinder, weg und offenbart sich Becky anschließend als Gott. Daraufhin schnipst er auch Becky weg. Danach tippt Chuck auf dem Laptop herum und ist begeistert von den Schrecken, die er für die Zukunft der Winchesters konstruiert.

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Auf der Rückfahrt im Impala fordert Dean Sam zum Reden auf und sie stimmen überein, dass sie für Jack ihr Leben gegeben hätten, wenn sie die Chance dazu gehabt hätten. Dean gesteht außerdem, dass er aufgeben wollte, als Chuck sie verraten hat. Doch Sam habe ihn gerettet und er glaubt, dass sie für all jene, die sie mittlerweile verloren haben, weiter kämpfen müssen. Sam gibt daraufhin zu, dass er immer noch an Jessica denkt. Er sagt, dass auch er nicht mehr weitermachen kann, dass die Verluste, die sie erleben, ihm manchmal das Gefühl geben, nicht atmen zu können. Er sagt, dass er auf ein besseres Morgen hofft, weil er nicht weiß, was er tun soll, falls das nicht der Fall ist.

Fazit zu Folge 4
Der Traum zu Beginn der Folge wirft viele Rätsel auf. Ist das eine Vision von Sam? Wird diese sich erfüllen? Wird Sam Dean von dem Traum erzählen, oder verheimlicht er ihn? Hat der Traum etwas mit Chuck Plan zu tun? Wir bekommen jedenfalls ein ungutes Gefühl, das sich im Laufe der Folge weiterhin intensiviert.

Den Fall diese Woche finde ich deshalb interessant, weil die Winchesters abermals mit Menschen konfrontiert werden, die ungewollt zu Monstern gemacht wurden und daraufhin unbeabsichtigt ihre Lieben verletzten. Ich muss sagen, dass ich das Verhalten von Billys Entern nachvollziehen kann, da sie ja nur ihr Kind schützen wollen, dabei aber einen unmoralischen Weg einschlagen. Billys erwachsenes Verhalten hat mich daraufhin zum einen überrascht, aber auch beeindruckt. Wir haben im Laufe der Serie viele derartige, selbstlose Entscheidungen gesehen, aber dennoch finde ich das immer wieder beeindruckend.

Ich verstehe aber nicht wirklich, warum die Winchesters oft einen Unterschied machen zwischen den Monstern. Manchmal lassen sie beispielsweise Vampire am Leben, wenn sie sich von Tierblut ernähren und keine Menschen verletzen. Auch sonst machen sie immer wieder Ausnahmen. Warum Billy diese Möglichkeit nicht bekommt, habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. War der Tod des Jungen wirklich nötig oder hätten sie nicht einen anderen Weg finden können? Das wird meiner Meinung nach vor allem durch den Traum, in dem Benny, der ja auch als Vampir von den Winchesters geduldet wurde und sogar ein guter Freund von Dean war, nicht genügend thematisiert.

Chucks Verhalten ist diese Woche besonders besorgniserregend. Sein neu gewonnener Tatendrang verheißt nichts Gutes für Sam und Dean. Nachdem Amara ihn letzte Woche einigermaßen in die Schranken gewiesen hat, scheint er neuen Elan zu finden. Wir sehen abermals, wie es Chuck nur um sich und sein eigenes Ego geht. Dass er dabei Becky aufsucht, die mittlerweile ein geordnetes, zufriedenstellendes Leben führt, scheint besonders perfide. Ihr Mitleid und ihre Gutmütigkeit wird ihr schließlich zum Verhängnis. Da sie ja nichts von den Ereignissen der letzten Jahre weiß, ist ihr Verhalten allerdings nachvollziehbar. Ich finde ihre reflektierte Aussage zu ihrem vorherigen Verhalten zeigt, dass sie in ihrer Persönlichkeit gereift ist. Mich hat es gefreut, sie wiederzusehen und zu erleben, dass sie nicht mehr die verrückte Becky von früher ist. Ich hoffe, dass das nicht das letzte Mal ist, dass wir sie sehen, sondern dass sie doch noch ein Happy End bekommen darf.

Dass Jensen Ackles, der Schauspieler von Dean Winchester, Director der Folge war, kann man meiner Meinung nach vor allem in den Gesprächen der Winchesters erkennen. Zu Beginn der Folge sehen wir die lockere, humorvolle Beziehung zwischen den Brüdern, bei der immer wieder die Sorge um das Wohlergehen des anderen mitschwingt. Dean weiß, wie schwer es Sam fällt, den Tod von Rowena zu verarbeiten. Auch die Tatsache, dass die Prophezeiung, dass Sam sie töten wird, wahr geworden ist, beschäftigt die beiden wahrscheinlich. Das Thema des „Freien Willen“, das sich schon seit einer Weile durch die Serie zieht, kommt mir hierbei in den Kopf. Wenn die Prophezeiungen wahr werden, egal was die Winchesters versuchen, lohnt es sich überhaupt zu kämpfen, oder sollten sie sich einfach ihrem Schicksal ergeben.

Vor allem das Gespräch im Impala am Ende der Folge hat ein weiteres Mal die Art ihrer Verbundenheit gezeigt. Die Tatsache, dass Dean mittlerweile so ehrlich mit Sam reden kann, zeigt wie sehr sie beide sich entwickelt haben. Er sagt offen, dass er eigentlich aufgeben wollte und mutlos war, Sam ihn aber gerettet hat. Er hat seine Stärke in Sam wiedergefunden hat und möchte Sam jetzt ebenso helfen, den Mut nicht zu verlieren. Dass Sam nach 15 Jahren immer noch an Jessica denkt, beschreibt Sams Persönlichkeit sehr gut. Hier ist wieder ein Bogen zum Pilot gespannt.

Ein weiteres schönes Detail für die Fans war, dass Jensens Song „Sound of Someday“ Teil der Folge war.

Allgemein muss ich sagen, dass mir diese Folge, auch wenn sie auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt, mir bisher am besten gefallen hat.

Wie fandet ihr diese zwei Folgen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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Kommentare

André
@andrew

Danke für deine Review.??
Fande die Folgen gut.
Besonders hat mich der Traum von Sam gefreut.
Denn meiner Meinung nach fand ich Sam als Bösen Dämonenblut Süchtigen am spannendsten.
Wer sich noch an die 3 Staffel erinnern kann.?

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