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ScreenFlash FunFactFriday – GoodFellas

© Warner Bros.

Ein Film oder eine Serie fesselt uns mit der Handlung oder den Charakteren. Doch häufig gibt es Details, die es nicht ins Drehbuch geschafft haben, Ideen die (zum Glück) verworfen wurden oder einfach nur spannende Fakten, die der Story oder den Figuren mehr Hintergrund geben. Diese Woche mit dem Film „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“.

Einer zu viel
Jeder, der GoodFellas gesehen hat, wird sich sicherlich an die erste Szene erinnern. Jimmy (Robert De Niro), Henry (Ray Liotta) und Tommy (Joe Pesci) fahren mit dem Auto, doch plötzlich bewegt sich etwas im Kofferraum. Sie steigen aus und die Zuschauer sehen einen mit Blut überströmten Mann. Tommy rastet aus und sticht auf den Mann ein.

Während einer Test-Vorführung haben Zuschauer bereits bei dieser Szene den Saal verlassen. Daraufhin änderte Regisseur Martin Scorsese die Szene und statt 7 Stiche von Tommy waren nur noch 4 Stiche zu sehen. Die restlichen 3 Stiche sind aber noch zu hören.

Nach den nicht erfreulichen Vorführungen hatte Warner Bros. die Befürchtung, dass der Film „floppen“ könnte und es begann eine Diskussion mit dem zuständigen Regisseur Martin Scorsese. Schließlich wurde der Film veröffentlicht. Der Rest ist Geschichte.

© Warner Bros.

Echte Gangster
Wie sicherlich bekannt, basiert der Film auf  wahren Begebenheiten. Während der Dreharbeiten waren Berater dabei, die die dargestellten Protagonisten wirklich kannten. Der echte Henry Hill hat im Film sogar einen kleinen Auftritt als Koch. Robert De Niro telefonierte öfters mit Hill, damit er viele Details über seine Figur Jimmy Burke bekommt, um ihn so gut wie möglich darzustellen.

Nach den Dreharbeiten besuchte De Niro den echten Jimmy Burke im Gefängnis. Doch damit nicht genug: Viele der Statisten waren Leute, die auf die eine oder andere Weise mit dem organisierten Verbrechen verbunden waren. Ein Darsteller wurde sogar später verurteilt. Dies war Scorsese’s Art, Hollywood mit dem „echten Leben“ zu vermischen. Der Regisseur warnte seine Besetzung,  wer diese Leute im Voraus waren, damit ihnen angemessener Respekt entgegengebracht wurde.

Die legendäre „Funny How“ – Szene
Jeder erinnert sich: Henry und Tommy sitzen mit Freunden in einer Kneipe und Tommy erzählt ein paar Witze. Er bringt jeden zum Lachen und Henry findet seinen Freund „total witzig“. Das gefällt Tommy überhaupt nicht und plötzlich wird es total ernst.

Auch hinter dieser beliebten Szene steckt eine schöne Geschichte. Der Schauspieler Joe Pesci arbeitete früher als Kellner und erlebte dieses Gespräch mit einem Mafioso, nur andersherum. Dieses wahre Ereignis gefiel Martin Scorsese so sehr, dass er es drehen wollte, allerdings wurde die Szene nicht im Drehbuch erwähnt. Joe Pesci und Ray Liotta probten die Szene alleine. Als schließlich die Kamera lief, wussten die Darsteller um Joe Pesci und Ray Liotta herum nichts von diesem Gespräch und deshalb waren die Reaktionen von ihnen echt.

© Warner Bros.

Echter Frust
Während der Dreharbeiten starb Ray Liotta’s Mutter an Brustkrebs, trotzdem wollte der Schauspieler nicht aufhören zu drehen. Er nutzte den Frust über ihren Tod, um seine Leistung zu verbessern. So auch in der Szene, wo Henry den Nachbar von seiner Geliebten verprügelt. Der Schauspieler, der den Nachbar als Bruce darstellt,  gab an,  dass er während diese Szene wirklich und ohne Absicht von Ray verletzt wurde.

Auch eine weitere Szene sorgt für Aufsehen: Auf einer Feier wird Billy Batts, gespielt von Frank Vincent, von Jimmy verprügelt und getreten. Doch auch in der Wirklichkeit gab es keine Gnade für Frank Vincent, denn er trug in dieser Szene Polster und so hat Robert De Niro (als Jimmy) ihn wirklich getreten. Vincent gab an, dass er am nächsten Tag mit blauen Flecken aufgewacht ist.

Wie fandet Ihr die Fakten und von welchem Film würdet Ihr gerne mehr erfahren? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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