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„Percy Jackson“ & „Die Kane Chroniken“: 2 Welten, 1 Familie?

© Carlsen Verlag

Wie ScreenFlash bereits berichtete, arbeiten Disney und der Autor Rick Riordan an einer Live Action Serienadaption zu „Percy Jackson: Diebe im Olymp“, zeitgleich entwickelt er zusammen mit Netflix einen Film zum ersten Teil der Trilogie „Die Kane Chroniken“. Doch war die Entscheidung, zwei Bücher eines Universums auf zwei Streamingdienste zu verteilen, eine gute Idee? Ich habe mich näher mit dieser Frage beschäftigt.

Worum geht es?
Percy Jackson, Diebe im Olymp: Im Alter von 12 Jahren erfährt Percy, dass er der Sohn des griechischen Meeresgottes Poseidon ist. Als mächtiges Halbblut zieht er die Aufmerksamkeit eines jeden Monsters auf sich und auch die Götter wissen nicht, was sie von ihm halten sollen. Als das Machtsymbol seines Onkels Zeus verschwindet, wird er des Diebstahls bezichtigt. Um seine Unschuld zu beweisen und einen Krieg der Götter zu verhindern, macht sich Percy zusammen mit seinen neuen Freunden Annabeth Chase und Grover Underwood auf die Suche nach dem Herrscherblitz…

Die Kane Chroniken, Die rote Pyramide: Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Sadie (12) und Carter (14) Kane, Nachkommen einer langen Reihe mächtiger ägyptischer Magier und Pharaonen. Seit dem tragischen Tod ihrer Mutter leben sie getrennt voneinander, damit sie ihre Kräfte nicht gegenseitig aktivieren. Nach einem Vorfall im British Museum in London, bei dem ihr Vater einige ägyptische Götter freilässt und spurlos verschwindet, müssen sich die Geschwister ihrer wahren Bestimmung stellen und mit Hilfe ihres Onkels Amos die Kontrolle über ihre immensen Kräfte erlernen, um im Kampf gegen antike Monster und Götter eine Chance zu haben…

Zwei Mythologien. Zwei Streamingdienste. Ein Universum?
Die Frage ist berechtigt, immerhin hat uns Rick Riordan in den „Kane Chroniken“ mit Andeutungen das Lesen versüßt. Bereits bei ihrer Ankunft in Brooklyn werden Sadie und Carter über die Existenz anderer Götter mehr oder weniger aufgeklärt: „Amos sah mit gerunzelter Stirn zum Empire State Building hinüber. <In Manhattan gibt es andere Probleme. Andere Götter. Besser, jeder bleibt für sich.>“ („Die Kane Chroniken: Die rote Pyramide“, Seite 64). Fans wissen, dass das Empire State Building der Zugang zum Olymp und somit der Mittelpunkt der griechischen Mythologie ist. Im zweiten Band („Die Kane Chroniken: Der Feuerthron“) glaubt Carter, in den Unwetterwolken über Manhattan Dinge wie z.B. ein fliegendes Pferd, einen Pegasus, zu sehen. In „Die Kane Chroniken: Im Schatten der Schlange“ wird Sadie vor Göttern und Magiern aus anderen Ländern gewarnt, das müssen aber nicht zwangsläufig die Griechen sein, schließlich gibt es da ja noch die Römer und die Wikinger.

Was sagt denn der Autor selbst dazu? Im Zuge der Veröffentlichung des letzten „Abenteuer[s] des Apollo“ hat sich Rick Riordan Ende Oktober bei seinen Leserinnen und Lesern für ihre Unterstützung bedankt. Bereits seit mehreren Wochen hält sich das Buch nun auf dem ersten Platz der New York Times Bestseller-Listen. Laut ihm, „eine ausgezeichnete Art und Weise, den PJO-Universum-Handlungsbogen nach fünfzehn Büchern abzuschließen“.


Die Botschaft ist klar: zum Percy Jackson Universum zählen nur die drei Reihen „Percy Jackson und die Götter des Olymp“, „Die Helden des Olymp“ und „Die Abenteuer des Apollo“, alle bestehend aus fünf Büchern. Logisch ist das auch. Der Handlungsbogen beginnt mit Percys Abenteuern in der Welt der griechischen Mythologie. Es folgt die Kooperation mit den römischen Halbgöttern und endet schließlich damit, dass Apollo die im Zuge der zweiten Buchreihe entstandenen Probleme als Sterblicher lösen muss. Sowohl „die Kane Chroniken“ als auch „Magnus Chase und die Götter Asgards“ zählen nicht (direkt) in dieses Universum, obwohl es bei Letzterem hin und wieder nicht unwichtige Crossover gibt.

Meine Einschätzung
Ich teile die Sorgen der anderen Fans nicht, deren Grundlage wahrscheinlich der Crossover-Roman „Percy Jackson auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane“ bildet, in dem die Helden und die unterschiedlichen Kulturen aufeinandertreffen. Es handelt sich hierbei aber um einen Sonderband. Der Hauptkanon allerdings sieht einen Crossover nicht vor und ich vermute sehr stark, dass sich die Studios genau diesen annehmen werden. Die Andeutungen in der ägyptischen Trilogie sollte Netflix meiner Meinung nach ohne Probleme verwenden können. Da keine Namen genannt oder Personen gezeigt werden, dürfte es an dieser Stelle keine rechtlichen Schwierigkeiten geben.

Von den kommenden Adaptionen der Bücher wird viel erwartet. Die Neuauflage von „Percy Jackson“ wird von den gescheiterten Verfilmungen aus den Jahren 2010 und 2013 überschattet, die sowohl die Fans als auch Riordan selbst aus ihren Gedächtnissen löschen wollen würden. Mit Mythomagic, der von Rick und seiner Frau Becky jüngst gegründeten und im Hintergrund arbeitenden Produktionsfirma, besteht eine sehr große Chance, dass die Qualität der Geschichten nicht immens leiden wird. Dennoch bleibt die Verfilmung von Büchern eine heikle Angelegenheit.

Ich persönlich wünsche mir, dass der aus Witzen und bissigen Kommentaren bestehende Humor der Bücher übernommen wird, da er den Charme der Geschichten ausmacht. Außerdem könnten Carter und Sadie ruhig ein bis zwei Jahre älter sein, so würden zum Beispiel ihre problematischen Liebesgeschichten glaubwürdiger werden.

Als großer Fan der Bücher freue ich mich sehr über die zweite Chance für Percy Jackson und den Netflix Film zu den Kane Chroniken. Wie steht Ihr zu den beiden Projekten? Freut Ihr Euch ebenfalls auf die Disney+ Serie und das ägyptische Abenteuer? Schreibt es uns in die Kommentare! Alle News zu „Percy Jackson“ und den „Kane Chroniken“ erhaltet Ihr natürlich hier auf ScreenFlash.

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