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WishWednesday: Verfilmung von „Die Kinder Húrins“

© Warner Bros.

Screenflash präsentiert euch wöchentlich den „WishWednesday“. Jeden Mittwoch widmen wir uns Wunschprojekten aus der Kino- und Serienwelt. Diese Woche geht es um eine Wunschverfilmung von „Die Kinder Húrins“ von Christopher und J.R.R. Tolkien.

Mit Der Herr der Ringe erschuf Peter Jackson eine gigantische Filmtrilogie, die auch fast 20 Jahre nach ihrem erscheinen nicht in Vergessenheit geraten ist. Mit Der Hobbit brachte Peter Jackson die Geschichte von Bilbo Beutlin in die Kinos. Bilbos Geschichte rund um den kleinen Hobbit und die Zwerge des Erebor war nicht so atemberaubend wie Jacksons Der Herr der Ringe, aber dennoch eine schöne Ergänzung für das Franchise rund um Mittelerde. Nun dreht Amazon eine Serie, die ebenfalls in der Welt von Frodo und Gandalf spielen soll und vermutlich den Untergang der großen Insel Númenor thematisiert.

Doch nicht nur das zweite und dritte Zeitalter von Tolkiens Fantasywelt beinhaltet Geschichten, die es sich Lohnen würde zu Verfilmen. Das erste Zeitalter von Arda, der Welt auf der Mittelerde liegt, bietet eine Vielzahl unglaublicher Geschichten und Mythen. Eine davon ist „Die Kinder Húrins“. Christopher Tolkien, der Sohn von J.R.R. Tolkien, schrieb diese Geschichte aus den Notizen seines Vaters zusammen und veröffentlichte sie im April 2007. Doch worum geht es?

Handlung
„Die Kinder Húrins“ erzählt die Lebensgeschichte von Túrin Turambar, Húrins Sohn und Nienor, Túrins Schwester. Nachdem Húrin in der Schlacht der ungezählten Tränen, der „Nirnaeth Arnoediad“, gefangen genommen wird, schickt Húrins Frau Morwen ihren Sohn nach Doriath. In diesem Elbenkönigreich soll Túrin in Sicherheit aufwachsen, damit er nicht den Schergen Morgoths, Saurons Meister, in die Hände fällt. In Doriath lebt Túrin unter dem Elbenkönig Thingol. Er freundet sich mit dem Elb Beleg an, von dem er das Schwertkämpfen und Bogenschießen beigebracht bekommt. Nach einigen Jahren kommt bei einem Unfall, bei dem Túrin beteiligt ist, ein Untertan des Königs ums leben. Dieser verachtete Menschen und provozierte Túrin so weit, dass dieser den Elb bis zu einer Klippe hetzte, wo sich er Elb dann in den Tod stürtzte. Nach diesem Vorfall verließ Túrin Doriath um fortan einsam durch die Wälder zu streifen, immer gefolgt von einem Fluch, den Morgoth aus Wut auf Húrin dessen Familie anhängte. In dieser Zeit triff Túrin auf eine Räuberbande, den Zwerg Mîm, seinen alten Freund Beleg, den Drachen Glaurung und auf seine Schwester Nienor, die jedoch erst nach Túrins abreise nach Doriath geboren wurde.

Warum „Die Kinder Húrins“?
Im Kern handelt dieser Roman von der tragischen Lebensgeschichte Túrins. Wir folgen immer dem Menschen, der von einer Misere in die nächste Fällt, ohne etwas dagegen ausrichten zu können. Wir lernen Túrin auf so viele verschiedene Arten kennen. Mal als Zögling eines Königs, mal als Räuber aus dem Wald. Dabei lernen wir auch mehr über die Welt von Mittelerde, die gerade im ersten Zeitalter von Lügen, Intrigen, Kriegen und Konflikten geprägt ist.

Ich könnte mir „Die Kinder Húrins“ sehr gut als Serie oder vielleicht sogar als mehrteilige Filmreihe vorstellen. Man könnte die Geschichte als Charakterstudie inszenieren, in der besonders auf  Túrins charakterliche Entwicklung während seines zum scheitern verurteilten Lebens eingegangen wird. Ebenso hätte man die Möglichkeit, mehr aus der Welt von Mittelerde zu zeigen. So könnte man die Vergangenheit des elbischen Volkes in den Szenen, in denen Túrin in Doriath aufwächst, thematisieren. Ebenso könnte man mit dem Drachen Glurung, welcher im Roman gegen Túrin kämpft, die lange Geschichte der Drachen zumindest ein wenig aufzeigen. Und der Zwerg Mîm bietet die Möglichkeit, eine kleine Untergruppierung der Zwerge zu zeigen, welche zu Zeiten von Thorin oder Gimli längst ausgestorben ist.

Mit „Die Kinder Húrins“ könnten Zuschauer mehr über die komplexe Geschichte von Mittelerde erfahren. Mit Geschichten wie dieser beweist auch die Welt von Mittelerde, dass sie nicht nur die große Epen, sondern auch deutlich bodenständigere Geschichten aufweisen kann. Auch wenn Tolkien Túrins Lebensgeschichte als eine von drei großen Geschichten des ersten Zeitalters beschrieb wirkt sie dennoch kleiner als Der Herr der Ringe.

Neben Túrins Lebensgeschichte gibt es noch viele weitere, die ich gerne als Film oder Serie sehen würde. Jedoch ist von allen, die ich bisher gelesen habe „Die Kinder Húrins“ eine der besten.

Was meint Ihr? Denkt Ihr, das dieser Roman das nötige Potenzial hat? Schreibt es mir gerne in die Kommentar.

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