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Charakteranalyse: Caroline Forbes [Spoiler]

© The CW

Vielschichtige Charaktere sind wichtig, aber leider nicht immer vorhanden. Wir analysieren für Euch jede Woche die bekanntesten und beliebtesten Figuren aus Filmen und Serien, wobei wir nur auf die Handlungen eingehen, wenn sie zur Erklärung unserer Eindrücke dienen. Achtung, Spoiler!

Die CW Serie „The Vampire Diaries“ basiert auf der gleichnamigen Buchreihe von Lisa J. Smith und konnte vom Erfolg der „Twilight“-Saga profitieren. Im Mittelpunkt steht die Schülerin Elena Gilbert, die durch einen Autounfall ihre Eltern verloren hat. Nach einem harten Sommer versucht sie einen Weg zurück ins normale Leben zu finden, doch das neue Schuljahr startet mit der Ankunft des mysteriösen Stefan Salvatore. Elena findet sich plötzlich in der übernatürlichen Welt ihrer Heimatstadt wieder, die dazu noch ein großer Teil ihrer Familiengeschichte ist.

Caroline Forbes ist die Tochter des örtlichen Sheriffs und eine der besten Freundinnen von Elena (Nina Dobrev). Zu Beginn der Serie ist sie ein normales Mädchen, das sich in sämtlichen städtischen Vereinen und schulischen Komitees engagiert und als Präsidentin deren Leitung übernimmt. Caroline ist eine hübsche, sportliche Blondine, oberflächlich, dominant und kontrollsüchtig. Sie kann sehr schnell sehr zickig werden und ist außerdem sehr eifersüchtig. Aus diesen Gründen hatte ich am Anfang meine Probleme mit ihr.

Die Freundschaft zu Elena und Bonnie Bennett (Katerina Graham) ist durch ein stetiges Auf und Ab geprägt. Da die anderen Beiden sich viel näherstehen, fühlt sich Caroline oft ausgeschlossen. Je mehr sie über das mystische Geheimnis der Stadt erfährt und selbst ein Teil davon wird, kommen sich die Mädchen wieder näher und werden zu einem eingeschworenen Team, das einander braucht.

Ihre Eltern leben getrennt voneinander und das Verhältnis zu ihrer Mutter Sheriff Elizabeth Forbes (Marguerite MacIntyre) ist kompliziert. Ihre Verwandlung in einen Vampir bringt dieses in Gefahr, als Mitglied des Gründerrates ist Elizabeth eine überzeugte Gegnerin der Blutsauger. Doch es ist auch eine Chance. Caroline arbeitet an sich, um weiterhin als Teil der Gesellschaft von Mystic Falls leben und ihrer Mutter wieder nah sein zu können. Die Entwicklung dieser Mutter-Tochter-Beziehung ist sehr gut gelungen.

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Liebestechnisch ist bei Miss Forbes einiges los. In der ersten Staffel hat sie eine nicht ganz freiwillige Affäre mit Damon Salvatore (Ian Somerhalder). Danach verliebt sie sich in Elenas Ex-Freund Matt Donovan (Zach Roerig), doch als sich Caroline in einen Vampir verwandelt, wird es schwierig für die Beiden. Zusätzlich kommt noch Matts bester Freund Tyler Lockwood (Michael Trevino) ins Spiel. Auch diese Beziehung hält nicht lange und aus ihrem guten Freund Stefan Salvatore (Paul Wesley) wird letztendlich ihr Ehemann. Man sollte meinen, das wäre genug Chaos für eine Person, doch während der Hochzeit von Alaric Saltzman (Matthew Davis) und Josette Parker (Jodi Lyn O’Keefe) kommt es zu einem Drama: bevor Josette durch die Hand ihres Zwillingsbruders stirbt, überträgt ihre Familie als eingeschworener Hexenzirkel ihre Babys in Carolines Körper. Und dann gibt es da noch Klaus Mikaelson (Joseph Morgan), einen der Urvampire. Caroline fühlt sich zu ihm hingezogen, findet ihn aber gleichzeitig aufgrund seiner Taten zu abstoßend.

Bücher zu verfilmen ist immer eine heikle Sache. Auf der einen Seite hat man einen fertigen Stoff und eine bereits vorhandene Fanbase. Doch genau da liegt auch das Problem. Millionen Menschen haben genaue Vorstellungen von der Storyline, den Schauplätzen und den Charakteren. Ich kann verstehen, dass Fans von Veränderungen nicht immer begeistert sind, aber nicht alles lässt sich visuell umsetzen oder eignet sich für einen Film oder eine Serie. Ich habe die Bücher gelesen, bevor die Serie erschienen ist und ich muss zugeben, dass von den Büchern nicht sehr viel hängen geblieben ist. Meiner Meinung nach war es die richtige Entscheidung, sich nur an die grobe Grundgeschichte zu halten.

Wenn man die komplette Serie am Stück schaut, stellt man fest, dass Caroline in jeder Staffel eine andere Person ist. Der Reifeprozess ist wie im wahren Leben fließend und passiert nicht von jetzt auf gleich. Candice King spielt die Rolle sehr facettenreich, obwohl sie nicht die tiefgründigste ist. Sie verleiht Caroline Charakter und überzeugt in jeder Lebenslage, ob als Zicke oder als mitfühlende Freundin.

„The Vampire Diaries“ hat mich durch meine Jugend begleitet und in die Welt der Serien eingeführt, die Geschichte und ihre Charaktere werden für immer einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Leben haben. Und egal, wie man zu Buchverfilmungen steht: bevor man über ein Projekt und die Schauspieler urteilt, sollte man sich erst das Endprodukt angucken!

Streamen könnt Ihr alle acht Staffeln von „The Vampire Diaries“ bei Netflix. Eine weitere Charakteranalyse gibt es nächste Woche hier bei ScreenFlash.

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Kommentare

Edit
@Edit

?❤️Caroline

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