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Wie gut wird Zack Snyder’s Justice League?

© Warner Bros.

2021 erscheint Zack Snyders Version der Justice League auf HBO Max. Nach dem enttäuschenden Film von 2017 können Fans nun auf eine bessere Version von DC’s Superheldenteam hoffen. Doch wird der „Snyder Cut“ wirklich der bessere Film? Oder wird er erneut eine Enttäuschung? Achtung: Spoiler!

Justice League war eigentlich die große Hoffnung für das „DC Extended Universe“. Nachdem Batman v Superman: Dawn of Justice und Suicide Squad eher schlecht bei den Kritikern ankamen, setzten viele ihre Hoffnung auf die Justice League. Die ersten Trailer versprachen einen düstere und ernste Comicverfilmung. Doch dann musste Zack Snyder, Regisseur und Autor von Justice League gehen. Der Grund: seine Tochter hatte im März 2017 Suizid begangen. Daher zog Snyder sich zurück, um bei seiner Familie zu sein. Eine Situation, die wohl jeder nachvollziehen kann. An seiner Stelle übernahm Joss Whedon (Regisseur von Avengers) die Aufsicht über die Post-Produktion. Unter Whedon wurden zahlreiche Nachdrehs veranlasst, die die Tonalität des Films veränderten. Heraus kam ein mittelmäßiger Superheldenfilm mit eher schlechten Effekten und einer flachen und langweiligen Story.

Angeblich habe Whedon nur 25% von Zack Snyders Filmmaterial im fertigen Film verwendet. Die Fans gingen auf die Barrikaden und verlangten von Warner Bros. den „Snyder Cut“. Nun erscheint dieser 2021 auf HBO Max, dem neuen Streamingdienst aus dem Hause Warner. Doch was dürfen wir von Zack Snyders Version erwarten?

Die Probleme der Justice League
Joss Whedons Version der Gerechtigkeitsliga hat mit allerlei Problemen zu kämpfen. Bereits in der aller ersten Szene offenbart sich das offensichtlichste Problem: die Special Effects. Aufgrund von Dreharbeiten für Mission:Impossible Fallout durfte Superman Darsteller Henry Cavill seinen Bart nicht für die Reshoots abrasieren. Daher musste dieser in der Postproduction am Computer entfernt werden. Und das sieht man leider.

©Warner Bros.

Auch das Design von Steppenwolf sieht eher schlecht als echt aus. Zudem widerspricht sein Aussehen dem, welches man noch im Extended Cut von Batman v Superman gesehen hat. Leider treffen all diese Kriterien ebenfalls auf das große Finale zu, in dem der ursprüngliche dunkle Himmel rot gefärbt wurde und jeder weitere Effekt deutlich als solcher erkennbar ist.

Aber auch die Geschichte des Films will nicht wirklich überzeugen. Es ist ein klassisches Gut gegen Böse. Steppenwolf will die „Mutterboxen“ finden um die Erde zu vernichten. Die Justice League versucht dies zu verhindern. Mehr gibt es zur Story auch nicht zu sagen. Auch die Charaktere wirken mehr wie ein Mittel zum Zweck. Jedes der Mitglieder der Justice League versucht irgendwie gegen Steppenwolf zu kämpfen, nur damit Superman am Ende fast im Alleingang den Tag rettet. Alles in allem war Justice League eine große Enttäuschung, trotz großem Potential und guten Darstellern.

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Was der „Snyder Cut“ (nicht) besser machen wird
Nun soll Zack Snyder’s Version der Justice League 2021 erscheinen. Doch wird Zack Snyder’s Justice League wirklich die erhoffte Rettung von Batman und Co.? Wie Screenrant im Mai berichtete, werden für den Snyder Cut keine Nachdrehs stattfinden. Demnach hat Zack Snyder nur sein bereits abgedrehtes Filmmaterial zur Verfügung. Das Geld, welches er zur Fertigstellung hat, wird lediglich für die Spezialeffekte und den Schnitt genutzt.

Und hier könnte bereits ein großes Problem der Snyder Version auf uns warten. Denn Snyder wollte selbst Reshoots vornehmen, da er mit seinem Material nicht ganz zufrieden gewesen sei. Da er nun nur bereits gedrehtes Material schneidet, bleibt abzuwarten, wie gut der Snyder Cut tatsächlich wird. Man kann aber fast sicher sagen, dass Snyders Version besser als die 2017 erschienen Version sein wird. Auch werden die Spezialeffekte besser aussehen, da hier deutlich mehr Zeit investiert wird, um diese Fertigzustellen.

Worauf man sich besonders freuen darf sind die Charaktere. Cyborg und Flash werden in der für 2021 angesetzten Version eine deutlich größere Rolle spielen, als noch in Joss Whedons Schnittversion. So soll Cyborg das Herz des Filmes sein, wie Snyder mitteilte. Auch Superman wird in seinem schwarzen Anzug zu sehen sein, wie im Trailer zu sehen ist. Und was ist mit Steppenwolf? Im Trailer zum Snyder Cut ist dieser deutlich zu sehen, mit dem Design was wir bereit in Batman v Superman gesehen haben. Auch wird Darkside in einer jüngeren Version eine kleine Rolle spielen. Sicher ist auch, dass der Film ein komplett neuer sein wird, zumindest nach Aussagen von seinem Regisseur. Man darf also gespannt sein.

©Warner Bros.

Was wir bisher über Zack Snyder’s Justice League wissen
Wie Snyder bestätigte wird sein Justice League als Miniserie erscheinen, mit vier Episoden mit jeweils einer Stunde Laufzeit. Bei einer Gesamtlänge von vier Stunden eine gute Entscheidung, sowohl für den Zuschauer als auch für HBO Max. Schließlich will der Streamingdienst neue Kunden für längere Zeit behalten. Snyder bestätigte zudem, dass der Film weltweit zu sehen sein soll. Wo er hier in Deutschland erscheinen wird, ist noch unklar. Vermutlich auf Sky, da dort die meisten HBO Produktionen zu sehen sind.

Meine Meinung
Ich freue mich sehr auf den Snyder Cut. Allerdings sollte man seine Erwartungen vielleicht etwas senken, da man am Ende sonst nur Enttäuscht sein wird. Snyders Version klingt bis jetzt sehr vielversprechend, vielleicht überrascht uns der Film am Ende sogar. Dennoch erwarte ich bei diesem Film kein Meisterwerk, sondern lediglich großes Popcorn-Kino. Und man weiß ja nie, ob Zack Snyder mit seinem Justice League Cut nicht vielleicht doch den Avengers Konkurrenz machen kann.

Aber was meint Ihr? Freut ihr euch auf den neuen Justice League oder findet ihr die neue Schnittfassung unnötig. Schreibt es gerne in die Kommentare.

Und zum Abschluss hier noch der Trailer zu Zack Snyder’s Justice League

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Kommentare

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@d1v9dww1984dc

Ich denke der wird super geil

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