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Mank: Neuer David Fincher Film noch 2020 auf Netflix

© StudioCanal

Mank, der neue Film von David Fincher soll noch dieses Jahr auf Netflix erscheinen. Das Herzensprojekt vom Fight Club-Regisseur basiert auf einem Drehbuch seines verstorbenen Vaters. Das Herman J. Mankiewicz Biopic soll u.a. die Entstehung von Citizen Kane thematisieren.

Knapp 6 Jahre sind mittlerweile seit seinem letzten Film vergangen. Die Verfilmung des Gillian Flynn Romans Gone Girl war ein voller Erfolg und verhalf seiner Hauptdarstellerin Rosamund Pike zu einer Oscar-Nominierung. Es war bereits die 5. Oscar-Nominierung für schauspielerische Leistungen unter der Regie von David Fincher.

Release
Lange soll es nun nicht mehr dauern bis sein neuer Film Mank erscheint. Produzent Eric Roth geht von einem Release im Oktober aus. Das würde dem Film die Möglichkeit geben, auf einem der großen Film Festivals im September zu starten und den erhofften Boost mitzunehmen.

Es bleibt natürlich abzuwarten, ob diese Festivals denn auch tatsächlich im Spätsommer stattfinden können oder ob Venice, Telluride und Toronto am Ende einen ähnlichen Weg einschlagen wie kürzlich Cannes. Das Filmfestival an der Croisette wurde dieses Jahr im Zuge der Corona Krise abgesagt. Eine Liste mit Filmen, die ursprünglich in Cannes an den Start gehen sollten, wurde aber im Nachhinein veröffentlicht. Diese Filme tragen nun ein Cannes Siegel und werden damit bei kommenden Filmfestivals beworben.

Einen Kinostart benötigt Mank dieses Jahr übrigens nicht, um sich für die kommenden Oscars zu qualifizieren. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat für die 93. Verleihung am 25. April 2021 eine Ausnahmeregelung angekündigt. Anders als sonst können Filme die zwischen dem 1.1.2020 und dem 28.02.2021 bei Streaminganbietern gezeigt wurden, für die Academy Awards eingereicht werden und müssen die obligatorischen Kinostarts in Los Angeles und New York nicht vorweisen.

Inhalt
Herman Jacob Mankiewicz ist als Drehbuchautor besonders für seine Arbeit am Klassiker Citizen Kane bekannt. Für diesen erhielt er auch einen Oscar in der Kategorie „Bestes Original Drehbuch“. Die Auszeichnung teilte er sich mit Orson Welles. Die Arbeit zwischen den beiden verlief nicht immer reibungslos. Der Film thematisiert Mankiewicz Hürden, sowohl persönlicher wie auch professioneller Art, mit denen er sich während der Dreharbeiten zu Orson Welles Meisterwerk konfrontiert sah.

In seinem Interview mit dem Podcast „Pardon My Take“ (Eric Roth Interview beginnt ab der 33. Minute) beschrieb Produzent Eric Roth Mank als „Film den 6 Leute sehen werden“. Mank soll sich wie ein 30er Jahre Film anfühlen aber mehr sein als nur ein Biopic. Noch ist nicht bekannt, ob sich das dann auch im Bildformat widerspiegeln wird. Sicher hingegen ist, dass Mank in schwarz-weiß gefilmt worden ist.

Gedreht wurde an Originalschauplätzen wie der Kemper Campbell Ranch in Victorville, California. Dort verbrachte Herman J. Mankiewicz, seinerzeit nach einem Autounfall mit gebrochenem Bein ans Bett gefesselt, knapp zwei Monate mit seinem Entwurf des Drehbuchs.

Besetzung und Stab
Das Drehbuch von Mank wurde von Jack Fincher, dem Vater von David Fincher, geschrieben. Für die Kamera hat man sich Erik Messerschmidt mit ins Boot geholt. Dieser arbeitete schon zuvor mit Fincher zusammen an der Netflix Serie Mindhunter. Für den Score sind wie schon bei den letzten drei Fincher Filmen Trent Reznor und Atticus Ross (The Social Network) verantwortlich. Die beiden wollen hierfür nur Instrumente aus der damaligen Zeit verwenden. Den Schnitt übernimmt ein weiterer Weggefährte Finchers: Kirk Baxter ist seit Der seltsame Fall des Benjamin Button nicht mehr von seiner Seite gewichen.

Der Cast wird von Gary Oldman (Darkest Hour) angeführt. Er wird als Herman J. Mankiewicz in Erscheinung treten. Tuppence Middleton (Sense8) spielt Hermans Frau Sara Mankiewicz. Amanda Seyfried (Big Love) schlüpft in die Rolle der Schauspielerin Marion Davies. Lily Collins (The Blind Side) spielt Hermans Sekretärin Rita Alexander. Tom Burke (The Musketeers) verkörpert den 25-jährigen Orson Welles. Tom Pelphrey (Ozark) ist als  Hermans Bruder Joseph vertreten. In weiteren Rollen sind darüber hinaus noch Charles Dance (Game of Thrones), Jamie McShane (Bloodline), Arliss Howard (Rubicon), Joseph Cross (Big Little Lies) und Toby Leonard Moore (Daredevil) mit von der Partie.

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