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Charakteranalyse: Finn Collins von The 100 [Spoiler]

© The CW

Vielschichtige Charaktere sind wichtig, aber leider nicht immer vorhanden. Wir analysieren für Euch jede Woche die bekanntesten und beliebtesten Figuren aus Filmen und Serien. Hierbei gehen wir nur auf die Handlungen ein, wenn sie zur Erklärung unserer Eindrücke dienen. Achtung, Spoiler!

Die Serie The 100 basiert auf der gleichnamigen vierteiligen Buchreihe von Kass Morgan. Schon vor dem Erscheinen des ersten Buches, konnte sie bereits die Rechte zur Serienverfilmung verkaufen. Dadurch basiert die Serie nur grundlegend auf der Buchvorlage. Einige Charaktere aus den Büchern schafften es somit nie in die Serie, stattdessen wurden neue erschaffen. Darunter fällt auch Finn Collins.

Worum geht es in The 100?
Die Geschichte beginnt, indem vor 97 Jahren die Erde bei einer nuklearen Katastrophe zerstört und die Menschheit fast komplett ausgelöscht wurde. Bis auf 400, die auf einer internationalen Raumstation leben. Allerdings erleiden sie Ressourcenknappheit aufgrund der steigenden Mitgliederanzahl von 2700 Menschen. Drastische Maßnahmen sind die Folge und so werden 100 jugendliche Sträflinge zurück auf die Erde verbannt. Sie sollen herausfinden ob ein Leben auf der Erde wieder möglich ist. Dabei stoßen sie auf einige Komplikationen.

Wer ist Finn Collins?
Finn Collins der auch Spacewalker genannt wird, wird von dem Schauspieler Thomas McDonell gespielt. Geboren ist er auf der Ark und lebt dort neben Raven Reyes. Er kümmert sich um sie als ihre Mutter sie im Stich ließ und wird zu ihrer Ersatzfamilie. Sie verlieben sich ineinander und werden zum Paar. Nachdem Raven erfährt, dass sie aufgrund eines Herzfehlers nicht in den Weltraum darf, plant Finn zu ihrem 18 Geburtstag etwas ganz Besonderes. Er ermöglicht es ihr einen illegalen Spaziergang im Weltraum zu machen. Doch als sie wieder zurück aufs Schiff möchte, geht etwas schief. Ein lauter Alarm erklingt und lebensnotwendiger Sauerstoff entflieht. Da Raven schon 18 ist, droht ihr der Tod durch Floating. Deswegen zieht kurzerhand der 17-jährige Finn die Weltraumbekleidung an und nimmt die Strafe auf sich. So erhält er seinen Spitznamen Spacewalker.

Statt einer Überprüfung mit seinem 18 Lebensjahr, wird er zusammen mit 100 Jugendlichen Sträflingen auf die Erde geschickt, um zu inspizieren, ob die Welt wieder bewohnbar ist. Auf der Erde lernt er das Mithäftlingsmädchen Clarke Griffin kennen. Schnell verspürt er eine Verbundenheit zu ihr und nennt sie Prinzessin. Er möchte sie besser kennenlernen und sucht das Gespräch indem er für sie da ist und sich ihre Geschichte anhört. Um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern schenkt er ihr einen selbst geschnitzten zweiköpfigen Hirsch, als Anekdote für einen zuvor gesehenen realen zweiköpfigen Hirschen. Die zwei kommen sich näher und sie schlafen miteinander. Gegenseitig gestehen sie sich ihre Liebe, ungeachtet dessen das Finn mit Raven zusammen ist.

Nachdem Raven aus Liebe zu Finn sich auf einer geheimen Mission zur Erde begibt und sie ihn wiedersieht, küssen sie sich vor Clarke’s Augen. Sichtlich überfordert mit der Situation aber dennoch glücklich Raven wieder zu sehen bittet er Clarke um Entschuldigung. Obwohl Raven wieder bei ihm ist, möchte er mit Clarke zusammen sein. Clarke andererseits wurde das Herz von ihm gebrochen und kann ihn nicht mehr Vertrauen. Später findet Raven heraus das Clarke etwas mit ihrem Freund hatte und trennt sich von ihm.

Während des Kampfes mit den Groundern (Menschen, die eine nukleare Katastrophe auf der Erde überlebt haben) wird Finn von der Gruppe getrennt. Vergeblich auf der Suche nach Clarke entdeckt er bei einem Grounder die Uhr ihres Vaters. Kurzerhand nimmt er ihn als Geisel und fordert ihn auf den Ort zu zeichnen, wo Clarke sich befinden soll. Damit der Gefangene nicht seine Freunde warnen kann erschießt Finn ihn. Im Dorf angekommen findet er keine Spur von Clarke. Ohne lange zu zögern veranstaltet er ein Massaker im Dorf und tötet dabei 18 Menschen. Der einzige Weg den Krieg zu beenden und mit den Groundern Frieden zu schließen, ist ihnen Finn auszuhändigen. Er soll dasselbe Leid verspüren wie diejenigen die er ermordet hat. Da keine Rettungsmöglichkeiten bestehen, bittet Clarke die Anführerin sich von ihm zu verabschieden. Dabei küsst sie ihn ein letztes Mal bevor sie ihn den Gnadenstoß gibt. Mit den Worten „Dankeschön Prinzessin“ findet er dann seinen Frieden.

Finn ist ein Revolutionär, der stets auf der Suche nach Abenteuer, Spaß und Adrenalin ist. Oft fungiert er als Streitschlichter und Friedensstifter. Mit seinem Streben nach Gerechtigkeit und charismatischen Auftreten gewinnt er die Gunst der Mädchen. Er macht den Menschen Mut und sieht stets das Beste in ihnen. Als Fährtenleser ist er eine wichtige Figur fürs Überleben auf der Erde. Mit seinem stark ausgeprägten Beschützerinstinkt würde er alles tun, um die Menschen die er liebt, in Sicherheit zu wiegen. Er stellt viele Fragen, um die Beweggründe seines Gegenübers verstehen zu können und vermittelt einen so das Gefühl etwas Besonderes zu sein. Mit seiner verspielten und lustigen Art zaubert er einem immer ein Lächeln auf die Lippen.

Allerdings nimmt die Entwickelung seines Charakters einen negativen Lauf, sodass er unter anderem nichtmehr zwischen Richtig und Falsch unterscheiden kann. Blind vor Liebe und den Verlust von ihr, verliert er den Bezug zur Realität. Er wird manisch aggressiv und skrupellos. Ungebremst verfolgt er nur das Ziel Clarke wieder zu finden und nimmt dabei keine Rücksicht auf Verluste. Erst als sie wieder bei ihm ist und sie ihn nicht mehr wiedererkennt, bemerkt er was er getan hat. Er zeigt Reue und liefert sich freiwillig aus, um den Krieg zu verhindern. Da er sich selbst nicht verzeihen kann, möchte er seine gerechte Strafe bekommen. Dankbar für das Beenden seines Leids bedankt er sich bei seiner großen Liebe für den Gnadenstoß.

Zu sehen ist „The 100“ in Deutschland bei Joyn. Eine weitere Charakteranalyse gibt es nächste Woche hier bei ScreenFlash.

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